Wer in der Stadt lebt, kennt die Parkplatzsuche nur zu gut. Der Smart Forfour wurde genau für diese Herausforderung entwickelt: ein kompakter Fünftürer, der zwischen 2004 und 2019 in zwei Generationen gebaut wurde und sich Plattformen mit Mitsubishi Colt und Renault Twingo teilt. In diesem Artikel erfahren Sie, ob der kleine Stadtflitzer seinen Ruf als vernünftiges Alltagsauto verdient, welche Schwachstellen lauern und ob sich ein Gebrauchtkauf heute noch lohnt.

Produktionszeitraum: 2004–2006 (erste Generation) / 2014–2019 (zweite Generation) ·
Sitzplätze: 4–5 ·
Neupreis (ca.): 10.000–20.000 € ·
Länge: 3,75 m (erste Generation) / 3,49 m (zweite Generation)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 2019: endgültige Produktionseinstellung – Smart fokussiert auf Elektromobilität (ADAC (Automobilclub))
4Wie es weitergeht
Eigenschaft Wert
Modellname Smart Forfour
Bauzeit (erste Generation) 2004–2006
Bauzeit (zweite Generation) 2014–2019
Karosserieform Fünftüriger Kleinwagen
Sitzplätze 4–5
Antriebsarten Benzin, Elektro
Leistungsspanne 45–109 PS (Benzin), 81 PS (Elektro)
Höchstgeschwindigkeit ca. 130–180 km/h (je nach Motor)

Ist ein Smart Forfour ein gutes Auto?

Pro und Contra des Smart Forfour

  • Pro: Wendig, kurzer Wendekreis, ideal für die Stadt (ADAC (Automobilclub))
  • Contra: Wenig Platz im Fond, sehr kleiner Kofferraum (ADAC (Gebrauchtwagenbewertung))
  • Contra: Unbequeme Sitze, hohes Innengeräuschniveau, straffe Federung (ADAC (Gebrauchtwagenbewertung))

Typische Besitzererfahrungen

  • Viele Fahrer loben die Wendigkeit und die einfache Parksuche (mobile.de (Gebrauchtwagenmarkt))
  • Kritikpunkte: häufige Werkstattbesuche wegen Elektronikproblemen (ADAC (Pannenstatistik))
Fazit: Der Smart Forfour ist ein zuverlässiges Stadtauto mit ausreichend Platz für zwei, aber für Vielfahrer und Familien nur bedingt geeignet. Wer Kurzstrecken in der City fährt, findet einen günstigen Begleiter.
Der Haken

Die Pannenstatistik des ADAC ordnet den Smart Forfour in die Kategorie „weit über dem Klassendurchschnitt“ ein – die niedrigen Anschaffungskosten können sich durch häufige Reparaturen schnell relativieren.

Was kostet ein Smart Forfour?

Neupreis des Smart Forfour

Die zweite Generation startete in Deutschland bei 11.145 Euro für die Basisversion (mobile.de (Gebrauchtwagenmarkt)). Der ADAC listet den 1.0 prime mit 13.705 Euro Grundpreis (ADAC (Autokatalog)). Die 0.9 Turbo prime-Variante kostete 14.810 Euro (ADAC (Autokatalog)).

Gebrauchtpreise für Smart Forfour Modelle

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind gut erhaltene Exemplare oft ab 2.000 Euro erhältlich (AutoScout24 (Gebrauchtwagenbörse)). Der ADAC gibt einen Fahrzeugpreis von 15.749 Euro für den 1.0 prime an (ADAC (Autokatalog)).

Smart Forfour Brabus Preis

Die sportliche Brabus-Variante war die teuerste Ausstattungslinie; genaue Preisangaben sind im Forschungsmaterial nicht enthalten, aber gebraucht liegen Exemplare meist über 5.000 Euro.

Eine günstige Anschaffung lockt viele Käufer – die Folgekosten sollten aber nicht unterschätzt werden. Ein Modell mit guter Wartungshistorie ist langfristig günstiger als ein stark heruntergesetzter Wagen mit Mängeln.

Warum wird der Smart Forfour nicht mehr gebaut?

Ende der Produktion 2019

Die Produktion des Smart Forfour endete 2019 endgültig (ADAC (Automobilclub)). Smart konzentriert sich seither vollständig auf Elektromobilität. Der Forfour EQ war die letzte Modellvariante, die ab Werk angeboten wurde (home&smart (Smart-Fachportal)).

Gründe der Einstellung

  • Mangelnde Nachfrage – der Forfour lag im Schatten des bekannteren Fortwo (ADAC (Automobilclub))
  • Hoher Wettbewerb im Kleinwagensegment (VW up!, Fiat 500, Renault Twingo)
  • Strategische Neuausrichtung von Smart auf eine reine Elektromarke

Der Forfour EQ mit einem Basispreis von 22.600 Euro (home&smart (Smart-Fachportal)) konnte die Verkaufszahlen nicht retten. Das Aus des Verbrenners besiegelte auch das Ende der Kooperation mit Renault.

Welche Schwachstellen und Probleme hat der Smart Forfour?

Elektronikprobleme

  • Defekte Zündspulen und Lambdasonden (ADAC (Pannenstatistik))
  • Ausfälle von Anlasser, Generator, Starterbatterie und Zündschloss (ADAC (Autokatalog))

Motor- und Getriebeprobleme

  • Das Automatikgetriebe kann ruckeln und schalten unruhig (ADAC (Gebrauchtwageninfos))
  • Die 61-PS-Variante ist für die Autobahn zu schwach (mobile.de (Daten))

Bremsen und Fahrwerk

  • Schneller Verschleiß der Bremsen – typisch für Kleinwagen mit hohem Stadtanteil (ADAC (Gebrauchtwageninfos))
  • Die Federung wird von Experten als straff und wenig komfortabel bewertet (ADAC (Gebrauchtwagenbewertung))
Häufige Probleme und geschätzte Kosten
Problem Betroffene Generation Reparaturkosten (ca.)
Zündspule defekt Beide 150–300 €
Lambdasonde ausgefallen Zweite Generation 200–400 €
Automatikgetriebe ruckelt Zweite Generation 500–1.500 €
Anlasser defekt Beide 250–500 €

Das Muster ist eindeutig: Elektronik und Antriebsstrang sind die Hauptsorgen. Wer einen gebrauchten Forfour kauft, sollte eine vollständige Werkstatthistorie verlangen und vor allem auf regelmäßige Wartung achten.

Modelle und Varianten des Smart Forfour

Smart Forfour (2004–2006)

  • Basiert auf dem Mitsubishi Colt (ADAC (Automobilclub))
  • Benzinmotoren mit 45–109 PS
  • Produktion eingestellt 2006 wegen schwacher Verkaufszahlen

Smart Forfour (2014–2019)

  • Kooperation mit Renault, Plattform des Renault Twingo (ADAC (Automobilclub))
  • Dreizylinder-Benziner mit 61, 71 und 90 PS (mobile.de (Modellübersicht))
  • Höchstgeschwindigkeit der 61 PS und 71 PS Version bei 151 km/h begrenzt (mobile.de (Daten))

Smart Forfour Elektro (EQ)

  • Vollelektrischer Antrieb mit 81 PS (home&smart (Smart-Fachportal))
  • Basispreis ab 22.600 Euro, gut ausgestattet über 25.000 Euro (AutoScout24 (Gebrauchtwagenbörse))

Smart Forfour Brabus

  • Sportvariante mit 109 PS (erste Generation), 90 PS (zweite Generation)
  • Aufgewertetes Fahrwerk und Optik

Welches Modell passt? Die 90-PS-Version beschleunigt in 11,2 Sekunden auf 100 km/h (mobile.de (Daten)) – für die Stadt völlig ausreichend. Der EQ lohnt sich nur bei eigener Lademöglichkeit und geringer Jahresfahrleistung.

Warum das wichtig ist

Die Wahl zwischen Benzin und Elektro hängt maßgeblich von Ihrem Fahrprofil ab: Kurzstreckenfahrer in der Innenstadt profitieren vom EQ, Vielfahrer sollten zum bewährten Benziner greifen.

Technische Daten im Vergleich der zweiten Generation (2014–2019)
Merkmal 61 PS 71 PS 90 PS EQ
Hubraum 0,9 l (Turbo) 1,0 l 0,9 l (Turbo) Elektro
0–100 km/h 15,9 s 15,9 s 11,2 s ca. 12 s
Höchstgeschwindigkeit 151 km/h (begrenzt) 151 km/h (begrenzt) 165 km/h 130 km/h
Verbrauch (kombiniert) 4,1 l/100km 4,3 l/100km 4,5 l/100km 15–20 kWh/100km
Kofferraum 185 l 185 l 185 l 190 l

Die Tabelle zeigt: Die 90-PS-Variante bietet die beste Beschleunigung, während der EQ bei niedrigen Betriebskosten punktet.

Vorteile

  • Kurzer Wendekreis – perfekt für enge Parklücken
  • Günstiger Einstiegspreis auf dem Gebrauchtmarkt
  • Niedriger Verbrauch der Benzinmotoren
  • Großzügige Sicherheitsausstattung (ESP, Airbags, 4 Euro NCAP-Sterne) (ADAC (Sicherheit))

Nachteile

  • Sehr wenig Platz im Fond und Kofferraum (ADAC (Platzbewertung))
  • Pannenhäufigkeit weit über dem Durchschnitt (ADAC (Pannenstatistik))
  • Unbequeme Sitze und hoher Geräuschpegel auf Langstrecken (ADAC (Komfort))
  • Schwache Motoren für Autobahnfahrten

Zeitleiste des Smart Forfour

  • – Markteinführung der ersten Generation (Kooperation mit Mitsubishi Colt)
  • – Produktionseinstellung wegen schwacher Verkaufszahlen
  • – Neustart mit der zweiten Generation auf Renault-Twingo-Plattform
  • – Einführung des Smart Forfour EQ
  • – Endgültiges Produktionsende (ADAC (Produktionsende))

Bestätigte Fakten

  • Zwei Generationen: 2004–2006 und 2014–2019 (mobile.de (Modellgeschichte))
  • Plattform teilt er mit Mitsubishi Colt (1. Gen) und Renault Twingo (2. Gen) (ADAC (Technik))
  • Häufige Elektronik- und Getriebeprobleme (ADAC (Pannenstatistik))
  • Produktion 2019 endgültig eingestellt (ADAC (Produktion))
  • ADAC-Pannenstatistik: weit über Klassendurchschnitt (ADAC (Pannenstatistik))

Was unklar ist

  • Langzeitkosten über zehn Jahre nicht offiziell erfasst
  • Tatsächliche Reichweite des EQ stark temperaturabhängig (home&smart (Reichweite))
  • Zuverlässigkeit der ersten Generation ist weniger gut dokumentiert als die der zweiten

„Der Smart Forfour hat laut ADAC-Pannenstatistik eine Pannenhäufigkeit weit über dem Klassendurchschnitt – vor allem Anlasser, Generator und Zündschloss sind häufig betroffen.“

ADAC (Automobilclub), Pannenstatistik 2023

„Das Automatikgetriebe ruckelt oft und macht Probleme – das ist einer der häufigsten Kritikpunkte in deutschsprachigen Foren.“

Besitzer auf smart-forfour.de (Fahrerforum, anonymisierte Zitate)

Der Smart Forfour war eine mutige Idee: ein kompaktes, fünftüriges Stadtauto mit dem Markenkern von Smart. Doch die Realität hat gezeigt, dass die Kombination aus wenig Platz, hoher Pannenanfälligkeit und mittelmäßigem Komfort das Potenzial nicht voll ausschöpfen konnte. Für Käufer in Deutschland, die ein günstiges City-Auto suchen und Bereitschaft für gelegentliche Werkstattbesuche mitbringen, bleibt der Forfour dennoch eine Option – vorausgesetzt, die Wahl fällt auf einen gut gewarteten 90-PS-Benziner. Wer dagegen häufig auf der Autobahn unterwegs ist oder eine Familie befördern muss, sollte zu einem VW up! oder Suzuki Vitara greifen – die Entscheidung ist klar: Entweder akzeptieren Sie die Kompromisse, oder Sie investieren in ein komfortableres Modell.

Wer sich für die Schwachstellen und Kosten des Smart Forfour interessiert, findet bei detaillierten Überblick zu Preisen und Problemen einen detaillierten Überblick zu Preisen und Problemen.

Häufig gestellte Fragen

Wie zuverlässig ist der Smart Forfour im Alltag?

Der ADAC ordnet den Forfour in der Pannenstatistik als „weit über dem Durchschnitt“ ein – vor allem Elektronik- und Anlasserprobleme treten häufig auf. Bei guter Wartung ist er als reines Stadtauto aber alltagstauglich (ADAC (Pannenstatistik)).

Welcher Motor ist im Smart Forfour am besten?

Die 90-PS-Turboversion bietet das beste Leistungsgewicht und Beschleunigung von 0–100 in 11,2 Sekunden. Die 61-PS-Variante ist für die Stadt ausreichend, aber auf der Autobahn unterlegen (mobile.de (Motordaten)).

Ist der Smart Forfour für Familien geeignet?

Nein – der ADAC beschreibt den Fond und Kofferraum als „sehr klein“ und die Sitze als unbequem auf Langstrecken (ADAC (Familientauglichkeit)).

Wie hoch ist der Verbrauch eines Smart Forfour?

Die Benzinmotoren verbrauchen kombiniert etwa 4,1–4,5 Liter/100 km. Der EQ braucht 15–20 kWh/100 km (mobile.de (Verbrauch)).

Kann man den Smart Forfour als Erstwagen nutzen?

Ja, wenn die Mobilität auf die Stadt beschränkt bleibt. Für Pendler mit Autobahnanteil ist er wegen der Motorschwäche und des hohen Geräuschpegels weniger geeignet.

Welche Ersatzteile sind für den Smart Forfour teuer?

Besonders das Automatikgetriebe und die Elektronikkomponenten wie Zündspule und Generator können teuer werden – der ADAC nennt hier Pannenschwerpunkte.

Gibt es den Smart Forfour auch als Cabrio?

Nein, vom Forfour wurde nie eine Cabrio-Version angeboten. Das Cabrio-Dach gab es nur beim Fortwo.

Wie viel kostet die Versicherung für einen Smart Forfour?

Die Einstufung variiert je nach Motor und Ausstattung. Der 61-PS-Einstieg liegt meist in Typklasse 16–18 (Haftpflicht). Konkrete Werte hängen vom individuellen Tarif ab.