Sun, Aug 9 Mittagsausgabe Deutsch
Medienstream Medienstream Tagesbericht
Aktualisiert 17:18 16 Artikel heute
Blog Lokal Politik Technik Welt Wirtschaft

X-Men: Dark Phoenix – Warum der Film floppte und was dahinter steckt

Maximilian Marvin Becker Wolf • 2026-06-04 • Gepruft von Oliver Weber

Als X-Men: Dark Phoenix 2019 in die Kinos kam, hofften Fans auf einen würdigen Abschluss der Reihe – doch statt eines großen Finales erlebte der Film einen der spektakulärsten Flops der Superheldengeschichte: Bei einem Budget von 200 Millionen US-Dollar spielte er weltweit nur 252 Millionen US-Dollar ein. Dieser Artikel analysiert die Gründe für das Scheitern.

Einspielergebnis weltweit: 252 Millionen US-Dollar ·
Produktionsbudget: 200 Millionen US-Dollar ·
Rotten-Tomatoes-Wertung: 15 % Zustimmung ·
Kinostart: 7. Juni 2019 ·
Regisseur: Simon Kinberg

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Welche konkreten Änderungen am Drehbuch vorgenommen wurden
  • Wie viel Einfluss die Disney-Übernahme auf den Film hatte
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs Eckdaten, eines vorweg: Der Film war in fast jeder Hinsicht ein Reinfall.

Merkmal Wert
Kinostart 7. Juni 2019
Regisseur Simon Kinberg
Hauptdarstellerin Sophie Turner als Jean Grey
Budget 200 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis 252 Millionen US-Dollar
Laufzeit 113 Minuten

Die Implikation: Selbst mit einem Staraufgebot reichte das nicht, um die hohen Kosten zu decken.

Warum ist Dark Phoenix gefloppt?

Produktionsprobleme und letzte Minute Änderungen

  • Der Film wurde mehrfach umgeschnitten und neu gedreht, berichtet das FILMSTARTS (Filmportal).
  • Der Starttermin wurde von April 2019 auf Juni 2019 verschoben.
  • Regisseur Simon Kinberg übernahm erstmals die Regie und stand unter Druck, was laut Fragmenteum (Kritikblog) zu inkonsistenten Szenen führte.

Konkurrenz im Kinojahr 2019

  • Avengers: Endgame dominierte die Kassen – Dark Phoenix startete nur fünf Wochen nach dem Marvel-Giganten.
  • Weitere Blockbuster wie Aladdin und Toy Story 4 zogen Publikum ab.

Kritiken und Publikumsreaktionen

Fazit: Der Film scheiterte an einer Mischung aus eiligen Nachdrehs, harter Konkurrenz und einem Drehbuch, das die epische Comicvorlage nicht einfangen konnte. Für Produzenten: Eine passgenauere Terminplanung und mehr Vertrauen in das Ausgangsmaterial hätten den Absturz mildern können. Für Kinobetreiber: Die enttäuschende Resonanz bedeutete leere Säle.

Damit scheiterte der Film auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

Was war der Sinn von X-Men: Dark Phoenix?

Handlungszusammenfassung

  • Die Handlung beginnt 1992: Die X‑Men retten Astronauten aus einer Sonnensturm-Mission, bei der Jean Grey eine mysteriöse kosmische Energie aufnimmt (epd Film (filmkritisches Fachmagazin)).
  • Diese Energie befreit Jeans unterdrückte Kräfte – mit verheerenden Folgen: Sie greift Verbündete an, Mystique stirbt (Fragmenteum (Kritikblog)).
  • Eine außerirdische Rasse unter Führung von Vuk (Jessica Chastain) will die Macht an sich reißen.

Zentrale Themen: Identität, Macht und Kontrolle

  • Der Film thematisiert Jeans innere Zerrissenheit zwischen ihrer menschlichen Seite und der übermächtigen Phoenix-Kraft.
  • Charles Xaviers Kontrollwahn wird kritisch hinterfragt – ein interessanter Ansatz, der aber laut epd Film (filmkritisches Fachmagazin) in der Überfrachtung untergeht.

Verbindung zur Comicvorlage

  • Die Dark-Phoenix-Saga von Chris Claremont und John Byrne gilt als einer der besten X‑Men-Comics überhaupt. Der Film weicht jedoch stark ab: Der Kampf mit den X‑Men findet im Weltraum statt, die inneren Konflikte werden auf äußere Aliens verlagert.

„Der Film bietet in Handlung und Form nichts Neues – ein Abschluss ohne eine einzige gute Idee.“

– Fragmenteum (Kritikblog)

Fazit: Dark Phoenix versucht eine psychologische Studie über Machtmissbrauch und Identität, scheitert aber an seiner eigenen Ambition. Statt der dichten Comic-Erzählung liefert er eine verwässerte Actionversion. Für Comicfans: Enttäuschung pur. Für Gelegenheitszuschauer: ein weiterer austauschbarer Superheldenfilm.

Das Ergebnis: Ein Film, der weder Fans der Vorlage noch Neulinge überzeugen konnte.

Ist X-Men: Dark Phoenix der letzte Film?

Ende der ursprünglichen X-Men-Filmreihe

  • Ja – Dark Phoenix war der letzte Film der Hauptreihe vor der Disney-Übernahme von 20th Century Fox.
  • Alle geplanten Fortsetzungen wie Gambit oder X‑23 wurden eingestellt.

Nachfolgende Filme und das MCU-Reboot

  • Disney arbeitet an einem neuen X‑Men-Film im Marvel Cinematic Universe.
  • Deadpool 3 (2024) bringt Ryan Reynolds und Hugh Jackman als Wolverine zurück – aber als Teil des MCU, nicht der alten Fox-Kontinuität.

Keine direkte Fortsetzung geplant

  • Es gibt keine Ankündigung für Dark Phoenix 2 – die Post-Credit-Scene (Mystique als Alien) deutet nirgendwohin.

Die Konsequenz: Mit diesem Film endete eine 19‑jährige Fox-Ära – kein Bombast, sondern ein stilles, unrühmliches Ende.

Ist X-Men: Dark Phoenix eine Fortsetzung von Apocalypse?

Chronologische Einordnung der X-Men-Filme

  • Ja, der Film knüpft direkt an X‑Men: Apocalypse (2016) an. Die Handlung beginnt 1992, zehn Jahre nach den Ereignissen von Apocalypse.

Wiederkehrende Figuren und Schauspieler

  • Gleiche Besetzung: Sophie Turner (Jean Grey), James McAvoy (Charles Xavier), Michael Fassbender (Magneto), Tye Sheridan (Cyclops), Evan Peters (Quicksilver).

Handlungsstränge aus Apocalypse

  • In Apocalypse wurde Jean Grey als machtvollste Mutantin eingeführt. Dark Phoenix setzt genau dort an und entfesselt ihre volle Kraft.

Der rote Faden: Wer Apocalypse gesehen hat, versteht die Vorgeschichte – doch der Film scheitert daran, diese Spannung zu nutzen.

Warum mögen die Leute Dark Phoenix nicht?

Häufigste Kritikpunkte

  • Schwaches Drehbuch und hölzerne Dialoge laut epd Film (filmkritisches Fachmagazin).
  • Die Actionszenen wirken selten mitreißend – FILMSTARTS (Filmportal) spricht von einem „inhaltlich flauen Comic-Drama“.

Vergleich mit früheren X-Men-Filmen

  • Im Gegensatz zu Logan oder X‑2: X‑Men United fehlt dem Film emotionale Tiefe und erzählerische Dichte.
  • Die Fans vermissen die düstere, ernsthafte Adaption der Comicvorlage, die schon in der Serie X‑Men: The Animated Series besser gelang.

Probleme mit der Charakterentwicklung

  • Die Figuren bleiben blass – selbst Jean Greys Wandel von der Beschützten zur Bedrohung wirkt unbegründet.
  • Magneto und Xavier treten nur als Randfiguren auf, obwohl ihr Konflikt den emotionalen Kern hätte bilden können.

„Der Film ist eine Mischung aus Psychodrama, gelungenen Schauwerten und lächerlicher Überfrachtung – am Ende zu wenig von allem.“

– epd Film (filmkritisches Fachmagazin)

Die Krux

Dark Phoenix hatte alles: ein Top-Cast, eine berühmte Vorlage und ein großes Budget. Doch das Drehbuch und die hektische Produktion machten all diese Vorteile zunichte.

Was bleibt: ein enttäuschendes Ende einer einst glorreichen Filmreihe.

Technische Details (Spezifikationen)

Sechs Werte, ein Muster: Der Film war teuer produziert, aber weder lang noch komplex genug, um den Stoff zu tragen.

Spezifikation Wert
Laufzeit 113 Minuten
Budget 200 Mio. US-Dollar
Einspielergebnis 252 Mio. US-Dollar
Kinostart 7. Juni 2019
Regisseur Simon Kinberg
Hauptdarsteller Sophie Turner, James McAvoy, Michael Fassbender

Was das bedeutet: Bei Kosten von 200 Mio. US-Dollar war ein Einspielergebnis von 252 Mio. US-Dollar ein Verlustgeschäft – Marketingkosten nicht eingerechnet.

Vor- und Nachteile von X-Men: Dark Phoenix

Stärken

  • Hochkarätige Besetzung (Sophie Turner, James McAvoy, Michael Fassbender)
  • Beeindruckende visuelle Effekte (Weltraumsequenzen)
  • Ambitionierter Ansatz, psychologische Themen zu behandeln

Schwächen

  • Schwaches Drehbuch und hölzerne Dialoge
  • Fehlende emotionale Tiefe der Charaktere
  • Unbefriedigende Adaption der Comicvorlage
  • Heikle Produktionsgeschichte (Nachdrehs, Terminverschiebungen)
  • Schlechte Kritiken und mäßige Publikumsreaktion

Die Bilanz: Die Stärken konnten die grundlegenden Schwächen nicht wettmachen.

Zeitleiste: Vom ersten Hinweis bis zum Flop

  • 2016 – X‑Men: Apocalypse erscheint; Post-Credit-Szene deutet auf Dark Phoenix hin.
  • 2017 – Dreharbeiten beginnen; erste Berichte über Spannungen am Set (The Hollywood Reporter (Branchenmagazin)).
  • Januar 2019 – Kinostart von April auf Juni verschoben.
  • 7. Juni 2019 – Weltpremiere; sofortige negative Resonanz.
  • 2019 – Disney übernimmt 20th Century Fox; Ende der Fox-Ära.

Der Zeitplan zeigt: von Anfang an war der Film von Terminproblemen und schlechten Vorzeichen begleitet.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Dark Phoenix war ein finanzieller Misserfolg (nur 252 Mio. US-Dollar bei 200 Mio. Budget).
  • Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken (Rotten Tomatoes 15 %).
  • Es ist der letzte Film der ursprünglichen X‑Men-Hauptreihe.

Was unklar ist

  • Welche konkreten Änderungen am Drehbuch vorgenommen wurden.
  • Wie viel Einfluss die Disney-Übernahme auf die Vermarktung hatte.
  • Wann genau die neuen X‑Men im MCU debütieren.

Die Fakten sprechen eine klare Sprache, doch einige Details bleiben im Dunkeln.

Zusammenfassung: Was bleibt von Dark Phoenix?

Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein großes Studio durch mangelnde Planung und künstlerische Unsicherheit ein vielversprechendes Projekt versenkt. Für Marvel/Disney ist die Lehre klar: Ein neuer X‑Men-Film im MCU braucht ein starkes Drehbuch und eine durchdachte Produktion – sonst wiederholt sich die Katastrophe.

Weitere Quellen

youtube.com, youtube.com

Auch der Neustart von Men in Black: International scheiterte an den Kinokassen, und ein Blick auf ähnliche Gründe für das Scheitern zeigt verblüffende Parallelen zum Produktionschaos bei Dark Phoenix.

Häufig gestellte Fragen zu X-Men: Dark Phoenix

Ist Dark Phoenix ein Reboot?

Nein, der Film setzt die bestehende X‑Men-Kontinuität fort und ist kein Neuanfang. Ein echter Reboot kommt erst mit dem MCU-X‑Men.

Wer ist der Hauptbösewicht in Dark Phoenix?

Die außerirdische Anführerin Vuk, gespielt von Jessica Chastain, will Jeans Phoenix-Kraft für ihre eigene Rasse nutzen.

Welche X-Men-Filme muss man vor Dark Phoenix gesehen haben?

Empfohlen werden X‑Men: First Class (2011) und X‑Men: Apocalypse (2016), um die Figuren und die Handlung zu verstehen.

Wie viel hat Dark Phoenix eingespielt?

Weltweit rund 252 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 200 Millionen US-Dollar.

Gibt es eine Post-Credit-Szene in Dark Phoenix?

Ja, eine kurze Szene zeigt, dass Mystique durch eine außerirdische Gestaltwandlerin ersetzt wurde – der Ausblick bleibt jedoch ohne Fortsetzung.

Warum ist Mystique in Dark Phoenix gestorben?

Sie stirbt im Kampf gegen die von der Phoenix-Kraft besessene Jean Grey. Der Tod soll den Bruch zwischen den X‑Men symbolisieren.

Ist Dark Phoenix auf Netflix oder Disney+ verfügbar?

In Deutschland ist der Film bei Disney+ im Abo enthalten. Auch auf anderen Plattformen wie Amazon Prime kann er gegen Gebühr geliehen oder gekauft werden.

Das Wichtigste: Der Film bleibt ein Lehrstück für ambitionierte, aber schlecht umgesetzte Blockbuster.



Maximilian Marvin Becker Wolf

Uber den Autor

Maximilian Marvin Becker Wolf

Wir veröffentlichen täglich faktenbasierte Berichte mit laufender redaktioneller Prüfung.