
X-Men: Dark Phoenix – Warum der Film floppte und was dahinter steckt
Als X-Men: Dark Phoenix 2019 in die Kinos kam, hofften Fans auf einen würdigen Abschluss der Reihe – doch statt eines großen Finales erlebte der Film einen der spektakulärsten Flops der Superheldengeschichte: Bei einem Budget von 200 Millionen US-Dollar spielte er weltweit nur 252 Millionen US-Dollar ein. Dieser Artikel analysiert die Gründe für das Scheitern.
Einspielergebnis weltweit: 252 Millionen US-Dollar ·
Produktionsbudget: 200 Millionen US-Dollar ·
Rotten-Tomatoes-Wertung: 15 % Zustimmung ·
Kinostart: 7. Juni 2019 ·
Regisseur: Simon Kinberg
Kurzüberblick
- Budget: 200 Mio. US-Dollar (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
- Rotten Tomatoes: 15 % Zustimmung (Rotten Tomatoes (Kritikaggregator))
- Kinostart: 7. Juni 2019 (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
- Welche konkreten Änderungen am Drehbuch vorgenommen wurden
- Wie viel Einfluss die Disney-Übernahme auf den Film hatte
- 2017: Drehstart, erste Probleme am Set (The Hollywood Reporter (Branchenmagazin))
- Januar 2019: Verschiebung von April auf Juni (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
- Juni 2019: Kinostart und sofortiger Flop (The Hollywood Reporter (Branchenmagazin))
- Kein Dark Phoenix 2 – die Hauptreihe endete mit diesem Film (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
- Neue X‑Men im MCU sind in Entwicklung (The Hollywood Reporter (Branchenmagazin))
Sechs Eckdaten, eines vorweg: Der Film war in fast jeder Hinsicht ein Reinfall.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kinostart | 7. Juni 2019 |
| Regisseur | Simon Kinberg |
| Hauptdarstellerin | Sophie Turner als Jean Grey |
| Budget | 200 Millionen US-Dollar |
| Einspielergebnis | 252 Millionen US-Dollar |
| Laufzeit | 113 Minuten |
Die Implikation: Selbst mit einem Staraufgebot reichte das nicht, um die hohen Kosten zu decken.
Warum ist Dark Phoenix gefloppt?
Produktionsprobleme und letzte Minute Änderungen
- Der Film wurde mehrfach umgeschnitten und neu gedreht, berichtet das FILMSTARTS (Filmportal).
- Der Starttermin wurde von April 2019 auf Juni 2019 verschoben.
- Regisseur Simon Kinberg übernahm erstmals die Regie und stand unter Druck, was laut Fragmenteum (Kritikblog) zu inkonsistenten Szenen führte.
Konkurrenz im Kinojahr 2019
- Avengers: Endgame dominierte die Kassen – Dark Phoenix startete nur fünf Wochen nach dem Marvel-Giganten.
- Weitere Blockbuster wie Aladdin und Toy Story 4 zogen Publikum ab.
Kritiken und Publikumsreaktionen
- Rotten Tomatoes: nur 15 % Zustimmung (Rotten Tomatoes (Kritikaggregator))
- CinemaScore: B- (CinemaScore (Publikumsbewertung))
- Die US-Kritik bemängelte, dass der Film für ein Finale nicht pompös genug sei, so epd Film (filmkritisches Fachmagazin).
Damit scheiterte der Film auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Was war der Sinn von X-Men: Dark Phoenix?
Handlungszusammenfassung
- Die Handlung beginnt 1992: Die X‑Men retten Astronauten aus einer Sonnensturm-Mission, bei der Jean Grey eine mysteriöse kosmische Energie aufnimmt (epd Film (filmkritisches Fachmagazin)).
- Diese Energie befreit Jeans unterdrückte Kräfte – mit verheerenden Folgen: Sie greift Verbündete an, Mystique stirbt (Fragmenteum (Kritikblog)).
- Eine außerirdische Rasse unter Führung von Vuk (Jessica Chastain) will die Macht an sich reißen.
Zentrale Themen: Identität, Macht und Kontrolle
- Der Film thematisiert Jeans innere Zerrissenheit zwischen ihrer menschlichen Seite und der übermächtigen Phoenix-Kraft.
- Charles Xaviers Kontrollwahn wird kritisch hinterfragt – ein interessanter Ansatz, der aber laut epd Film (filmkritisches Fachmagazin) in der Überfrachtung untergeht.
Verbindung zur Comicvorlage
- Die Dark-Phoenix-Saga von Chris Claremont und John Byrne gilt als einer der besten X‑Men-Comics überhaupt. Der Film weicht jedoch stark ab: Der Kampf mit den X‑Men findet im Weltraum statt, die inneren Konflikte werden auf äußere Aliens verlagert.
„Der Film bietet in Handlung und Form nichts Neues – ein Abschluss ohne eine einzige gute Idee.“
– Fragmenteum (Kritikblog)
Das Ergebnis: Ein Film, der weder Fans der Vorlage noch Neulinge überzeugen konnte.
Ist X-Men: Dark Phoenix der letzte Film?
Ende der ursprünglichen X-Men-Filmreihe
- Ja – Dark Phoenix war der letzte Film der Hauptreihe vor der Disney-Übernahme von 20th Century Fox.
- Alle geplanten Fortsetzungen wie Gambit oder X‑23 wurden eingestellt.
Nachfolgende Filme und das MCU-Reboot
- Disney arbeitet an einem neuen X‑Men-Film im Marvel Cinematic Universe.
- Deadpool 3 (2024) bringt Ryan Reynolds und Hugh Jackman als Wolverine zurück – aber als Teil des MCU, nicht der alten Fox-Kontinuität.
Keine direkte Fortsetzung geplant
- Es gibt keine Ankündigung für Dark Phoenix 2 – die Post-Credit-Scene (Mystique als Alien) deutet nirgendwohin.
Die Konsequenz: Mit diesem Film endete eine 19‑jährige Fox-Ära – kein Bombast, sondern ein stilles, unrühmliches Ende.
Ist X-Men: Dark Phoenix eine Fortsetzung von Apocalypse?
Chronologische Einordnung der X-Men-Filme
- Ja, der Film knüpft direkt an X‑Men: Apocalypse (2016) an. Die Handlung beginnt 1992, zehn Jahre nach den Ereignissen von Apocalypse.
Wiederkehrende Figuren und Schauspieler
- Gleiche Besetzung: Sophie Turner (Jean Grey), James McAvoy (Charles Xavier), Michael Fassbender (Magneto), Tye Sheridan (Cyclops), Evan Peters (Quicksilver).
Handlungsstränge aus Apocalypse
- In Apocalypse wurde Jean Grey als machtvollste Mutantin eingeführt. Dark Phoenix setzt genau dort an und entfesselt ihre volle Kraft.
Der rote Faden: Wer Apocalypse gesehen hat, versteht die Vorgeschichte – doch der Film scheitert daran, diese Spannung zu nutzen.
Warum mögen die Leute Dark Phoenix nicht?
Häufigste Kritikpunkte
- Schwaches Drehbuch und hölzerne Dialoge laut epd Film (filmkritisches Fachmagazin).
- Die Actionszenen wirken selten mitreißend – FILMSTARTS (Filmportal) spricht von einem „inhaltlich flauen Comic-Drama“.
Vergleich mit früheren X-Men-Filmen
- Im Gegensatz zu Logan oder X‑2: X‑Men United fehlt dem Film emotionale Tiefe und erzählerische Dichte.
- Die Fans vermissen die düstere, ernsthafte Adaption der Comicvorlage, die schon in der Serie X‑Men: The Animated Series besser gelang.
Probleme mit der Charakterentwicklung
- Die Figuren bleiben blass – selbst Jean Greys Wandel von der Beschützten zur Bedrohung wirkt unbegründet.
- Magneto und Xavier treten nur als Randfiguren auf, obwohl ihr Konflikt den emotionalen Kern hätte bilden können.
„Der Film ist eine Mischung aus Psychodrama, gelungenen Schauwerten und lächerlicher Überfrachtung – am Ende zu wenig von allem.“
– epd Film (filmkritisches Fachmagazin)
Dark Phoenix hatte alles: ein Top-Cast, eine berühmte Vorlage und ein großes Budget. Doch das Drehbuch und die hektische Produktion machten all diese Vorteile zunichte.
Was bleibt: ein enttäuschendes Ende einer einst glorreichen Filmreihe.
Technische Details (Spezifikationen)
Sechs Werte, ein Muster: Der Film war teuer produziert, aber weder lang noch komplex genug, um den Stoff zu tragen.
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Budget | 200 Mio. US-Dollar |
| Einspielergebnis | 252 Mio. US-Dollar |
| Kinostart | 7. Juni 2019 |
| Regisseur | Simon Kinberg |
| Hauptdarsteller | Sophie Turner, James McAvoy, Michael Fassbender |
Was das bedeutet: Bei Kosten von 200 Mio. US-Dollar war ein Einspielergebnis von 252 Mio. US-Dollar ein Verlustgeschäft – Marketingkosten nicht eingerechnet.
Vor- und Nachteile von X-Men: Dark Phoenix
Stärken
- Hochkarätige Besetzung (Sophie Turner, James McAvoy, Michael Fassbender)
- Beeindruckende visuelle Effekte (Weltraumsequenzen)
- Ambitionierter Ansatz, psychologische Themen zu behandeln
Schwächen
- Schwaches Drehbuch und hölzerne Dialoge
- Fehlende emotionale Tiefe der Charaktere
- Unbefriedigende Adaption der Comicvorlage
- Heikle Produktionsgeschichte (Nachdrehs, Terminverschiebungen)
- Schlechte Kritiken und mäßige Publikumsreaktion
Die Bilanz: Die Stärken konnten die grundlegenden Schwächen nicht wettmachen.
Zeitleiste: Vom ersten Hinweis bis zum Flop
- 2016 – X‑Men: Apocalypse erscheint; Post-Credit-Szene deutet auf Dark Phoenix hin.
- 2017 – Dreharbeiten beginnen; erste Berichte über Spannungen am Set (The Hollywood Reporter (Branchenmagazin)).
- Januar 2019 – Kinostart von April auf Juni verschoben.
- 7. Juni 2019 – Weltpremiere; sofortige negative Resonanz.
- 2019 – Disney übernimmt 20th Century Fox; Ende der Fox-Ära.
Der Zeitplan zeigt: von Anfang an war der Film von Terminproblemen und schlechten Vorzeichen begleitet.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Dark Phoenix war ein finanzieller Misserfolg (nur 252 Mio. US-Dollar bei 200 Mio. Budget).
- Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken (Rotten Tomatoes 15 %).
- Es ist der letzte Film der ursprünglichen X‑Men-Hauptreihe.
Was unklar ist
- Welche konkreten Änderungen am Drehbuch vorgenommen wurden.
- Wie viel Einfluss die Disney-Übernahme auf die Vermarktung hatte.
- Wann genau die neuen X‑Men im MCU debütieren.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache, doch einige Details bleiben im Dunkeln.
Zusammenfassung: Was bleibt von Dark Phoenix?
Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein großes Studio durch mangelnde Planung und künstlerische Unsicherheit ein vielversprechendes Projekt versenkt. Für Marvel/Disney ist die Lehre klar: Ein neuer X‑Men-Film im MCU braucht ein starkes Drehbuch und eine durchdachte Produktion – sonst wiederholt sich die Katastrophe.
Auch der Neustart von Men in Black: International scheiterte an den Kinokassen, und ein Blick auf ähnliche Gründe für das Scheitern zeigt verblüffende Parallelen zum Produktionschaos bei Dark Phoenix.
Häufig gestellte Fragen zu X-Men: Dark Phoenix
Ist Dark Phoenix ein Reboot?
Nein, der Film setzt die bestehende X‑Men-Kontinuität fort und ist kein Neuanfang. Ein echter Reboot kommt erst mit dem MCU-X‑Men.
Wer ist der Hauptbösewicht in Dark Phoenix?
Die außerirdische Anführerin Vuk, gespielt von Jessica Chastain, will Jeans Phoenix-Kraft für ihre eigene Rasse nutzen.
Welche X-Men-Filme muss man vor Dark Phoenix gesehen haben?
Empfohlen werden X‑Men: First Class (2011) und X‑Men: Apocalypse (2016), um die Figuren und die Handlung zu verstehen.
Wie viel hat Dark Phoenix eingespielt?
Weltweit rund 252 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 200 Millionen US-Dollar.
Gibt es eine Post-Credit-Szene in Dark Phoenix?
Ja, eine kurze Szene zeigt, dass Mystique durch eine außerirdische Gestaltwandlerin ersetzt wurde – der Ausblick bleibt jedoch ohne Fortsetzung.
Warum ist Mystique in Dark Phoenix gestorben?
Sie stirbt im Kampf gegen die von der Phoenix-Kraft besessene Jean Grey. Der Tod soll den Bruch zwischen den X‑Men symbolisieren.
Ist Dark Phoenix auf Netflix oder Disney+ verfügbar?
In Deutschland ist der Film bei Disney+ im Abo enthalten. Auch auf anderen Plattformen wie Amazon Prime kann er gegen Gebühr geliehen oder gekauft werden.
Das Wichtigste: Der Film bleibt ein Lehrstück für ambitionierte, aber schlecht umgesetzte Blockbuster.